Ein Kletterer klettert aus einer Höhle hinaus. Im Hintergrund Wald und baluer Himmel.

Sportklettern

Schon seit vielen Jahren ist Klettern nicht mehr nur einer jungen und leistungsfähigen Elite vorbehalten. Nicht nur als Freizeit- oder Profisport, auch als Familienausflug, im Gesundheitsbereich oder im Schulsport ist das Klettern inzwischen sehr beliebt geworden. Der Trend spiegelt sich vor allem in der Errichtung und der Benützung von Kletterhallen, aber auch die Zahl an Klettergärten in allen Gegenden Tirols vergrößert sich von Jahr zu Jahr.

© Land Tirol
Übergang von Hellgrau auf Weiß.
Mann klettert eine Kletterroute mit Seil gesichert.
Ein Mann mit blauem T-Shirt klettert eine Kletterroute mit länglichen Rissen. Gerade hat er mit der rechten Hand einen Griff erlangt. Der Fels ist dunkelgrau und von Rissen durchzogen. Das Foto ist von oben gemacht.

Förderung von Klettergärten

Für die meisten Kletterer ist neben der sportlichen Betätigung auch das Naturerlebnis von Bedeutung. Kein Wunder, dass die Klettergärten Tirols daher immer höhere Besucherzahlen aufweisen, ein Trend, der neben vielen positiven Aspekten in manchen Fällen auch zu Konflikten führen kann.

Das Land Tirol versucht im Zuge des Projekts BERGWELT TIROL - MITEINANDER ERLEBEN, mit einfachen Maßnahmen Konflikte im Vorhinein zu vermeiden und den Klettersport in seiner Attraktivität zu erhalten.

Zur Hebung der Qualität und Sicherheit beim Sportklettern gibt das 2019 neu überarbeitete "Handbuch Klettergarten" einen profunden Überblick über die aktuellen Standards von Klettergärten, deren Einhaltung die Voraussetzung für eine Förderung darstellt.

Was bringt´s?

Als eine Maßnahme zur Vermeidung von Konflikten zählt die Förderung von Klettergärten, die nach vertraglicher Festlegung bestimmter Kriterien errichtet wurden.

Der Besuch eines geförderten Klettergartens hat somit folgende Vorteile für euch:

  • Routensetzung und Schwierigkeitsbewertung von qualifiziertem Fachpersonal
  • Einhaltung der Qualitätsstandards nach den Sicherheitsrichtlinien des Österr. Kuratoriums für alpine Sicherheit
  • Kontrolle der Sicherungspunkte in erforderlichen Intervallen
  • Vertragliche Nutzungsvereinbarung mit den Grundeigentümern sowohl des Klettergartens als auch der Zustiege und Parkplätze
  • Errichtung von genügend Parkmöglichkeiten
  • Errichtung von sanitären Einrichtungen in besonders intensiv genutzten Gebieten
Kletterer klettert eine Felswand hinauf mit Seil hinauf.
Kletterer mit brauner Hose, blauem T-Shirt und schwarz-gelber Kappe. Am linken Bildrand sieht man eine Felskante. Der Fels ist rötlich-braun und is mit kleine, vom Magnesium weiß gefärbten Griffen durchzogen. Der Kletterer wirkt konzentriert für den nächsten Zug.
Vier Peronen stehen mit dicken Jacken und Mützen an einem Fels und schauen nach oben. Einer sichert und hält das Seil.
Drei Männer und eine Frau stehen eingepackt in dicken Winterjacken und Mützen auf einem Fels und blicken nach oben. Einer der drei Männer sichert und hält das Seil in den Händen. Hinter ihm liegt der Seilsack mit dem restlichen Seil am Boden.

Für alle Klettergärten gilt...

  • Klettern erfolgt auf eigene Gefahr
  • Benütze für den Zustieg nur die dafür angelegten Wege, Brücken etc.
  • Akzeptiere Zäune und sonstige Absperrungen
  • Versuche jegliche Lärmentwicklung zu vermeiden
  • Nimm alle Abfälle wieder mit nach Hause
  • Halte deinen Hund bitte an der Leine
  • Campieren und offenes Feuer (außerhalb der dafür vorgesehenen Bereiche) ist verboten

Sowohl im Sinne der heimischen Kletter-Community, als auch für Touristen ist es unser Ziel, die Zustimmung des Grundeigentümers aufrechtzuerhalten und somit die Benützung der Klettergärten längerfristig zu gewährleisten.

Um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen, spielen ein verantwortungsbewusstes und rücksichtsvolles Verhalten im Sinne aller Beteiligten ebenso eine grundlegende Rolle, wie die Einhaltung gewisser - oben erwähnter - Regeln.

Geförderte Klettergärten - Wo sind sie?

Insgesamt befinden sich in Tirol 70 geförderte Klettergärten, die auf mehrere Bezirke aufgeteilt sind.

Bezirk Imst

  • Hexenkessel
  • Gletscherstube
  • Walchenbach
  • Nassereith – Leite
  • Nassereith – Tieftal
  • Nassereith – Sparchet
  • Locherboden
  • Fuchsschrofen
  • Muttekopfhütte
  • Hahntennjoch
  • Karres (Rote Wand)
  • Reithle
  • Guggerköpfle
  • Kofnertal
  • Tumpen – Engelswand
  • Niederthai
  • Brunau
  • Astlehn
  • Moosalm
  • Oberried
  • Winnebachsee
  • Nösslach
  • Haiming
  • Unterwelt

Bezirk Schwaz

  • Achenseehof
  • Monkey Island
  • Bachhexe
  • Nasenwand
  • Bergstation
  • Rinderschrofen
  • Grischlmühle
  • Toiflsmühle
  • Ewige Jagdgründe
  • Tulfer und Bärenau
  • Fürstein
  • Schwarze Wand

Bezirk Landeck

  • Gailwand
  • Keilschrofen    
  • Fernergries   
  • Versetz  
  • Laimo (Laimschrofen)   
  • Grünstein (Kaltenbrunn)   
  • Nauders
  • Starkenbach-Affenhimmel
  • Burschlwand-Hohe Wand

Bezirk Innsbruck/Land

  • Dschungelbuch
  • Schleicherplatte
  • Alpinmagazin
  • Schlossbachklamm
  • AV-Klettergarten
  • Ehnbachklamm
  • Supermarkt
  • Grottenweg
  • Scharnitz-Sonnenplatten

Bezirk Reutte

  • Neunerköpfle
  • Rieden
  • Vilser Platte
  • Gsperr
  • Kraftwerkwand
  • Kraichen

Bezirk Osttirol

  • Dolomitenhütte
  • Nörsach-Rabantkofl
  • Hundskofel
  • s'Kasermandl (Trojer Tal)

Bezirk Kitzbühel

  • Wiesensee
  • Adolari
  • Steinplatte

Bezirk Kufstein

  • Sebi
  • Kaiserklettergarten (Gaudeamushütte)
  • Geisterschmiedwand
Ein Kletterer klettert aus einer Höhle an einem Seil hinauf. Im Hintergrund Berglandschaft.
Es wirkt, als wäre das Foto aus einer Höhle heraus fotorafiert, man sieht aber nur links eine Kante ansteigen, dort hängt ein Kletterer gerade mit beiden Beinen in der Luft. Am restlichen Bild sieht man eine Berglandschaft oberhalb der Waldgrenze mit Latsche und vielen Felsen.

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