4 Skibergsteiger*innen am Weg zur Lamsenspitze
Snowboarder in verschneitem Hang
3 Tafel im Vordergrund, Skibergsteiger im Hintergrund

Skitourenregion Sellrain

Das Sellrain hat eine lange Tradition als Skitourenregion. Die Bergsteigerdörfer Sellrain, Gries im Sellrain und St. Sigmund im Sellrain wollen mit diesem Projekt eine naturverträgliche Form des Skibergsteigens entwickeln, das auf die Ansprüche aller Naturnutzer in diesem Raum Bedacht nimmt.

Digitale Karte

Die genaue Lage der freiwillig vereinbarten Schutzzonen für Wald und Wild im Sellraintal gibt's hier.

Evaluierung der Lenkungsmaßnahmen

Seit dem Winter 18/19 überprüfen Mitglieder des Arbeitskreises den Erfolg der Lenkungsmaßnahmen im Gelände. Dabei haben wir die Spurendichte in Schutzgutflächen nach einem einheitlichen Schema beurteilt und in einer eigens zu diesem Zweck maßgeschneiderten APP am Smartphone dokumentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass im Großteil der Schutzzonen gar keine oder nur vereinzelte Skispuren festgestellt wurden und dass nur einzelne Flächen intensiver befahren werden.

Allerdings gibt's immer wieder Veränderungen in der Raumnutzung auf die wir durch gezielte Verbesserung unser Lenkungsmaßnahmen reagieren.

Leider mussten wir im Inter 20/21 eine starke Zunahme der Gesamtfrequenz und durch die perfekten und zumeist auch sicheren Schnneverhältnisse auch Spuren in bisher kaum befahrenen Hängen feststellen.

 

 

 

LVS-Checkpoints

Seit dem Winter 2015/16 stehen 4 LVS Checkpoints im Sellrain zur Verfügung:

  • GHF Lüsens - Schöntalspitze
  • Praxmar ohne Frequezmessung (betrieben von Luis Melmer)
  • Haggen - Zwieselbacher Rosskogel, Schöllekogel, Pockkogel
  • Fotsch Bergheim - Windegg, Auf Sömen, Hühnereggen, Roter Kogel

Neben dem Sicherheitsaspekt nutzen wir die Stationen auch für das Besuchermonitoring und erfassen wieviel SkibergsteigerInnen auf den jeweiligen Touren unterwegs sind.

 

Schitourenschneisen

Viele traditionelle Skitouren führen im untersten Teil auch durch Wald. Vor allem die lichten Wälder an der Waldgrenze sind Lebensräume für einige besonders störungsempfindliche Tierarten (z.B. Birkhuhn). Hier haben wir im Arbeitskreis Sellraintal in den letzten Jahren versucht, klare Linien zu finden, auf den wir die Tourengeher durch diesen kritischen Bereich lenken wollen. Schitourenschneisen - das sind meist gezielte Auflichtungen in den Wäldern - leiten die Skibergsteiger auf dem Weg des geringsten Widerstandes durch den Wald. Derartige Schneisen gibt's inzwischen bei folgenden Touren:

  • Grieskogel (von Praxmar)
  • Schöntalspitze
  • Roter Kogel (von Moos)
  • Roter Kogel (von Fotsch)

 

 

 

Schutzgüter

Nach den Grundsätzen des „Tiroler Skitourenlenkungskonzeptes“ haben die Partner im Projekt „Skitourenregion Sellrain“ Schutzzonen ausgeschieden, die Skibergsteiger freiwillig meiden sollten. Außerdem existieren in der Nähe der Fütterungen behördlich verordnete Wildruheflächen in denen Wege nicht verlassen werden dürfen und die am besten zur Gänze umgangen werden sollten.

Panoramatafeln

Auf allen wichtigen Parkplätzen und den Hütten im Sellraintal haben wir Panoramatafeln installiert, die den Verlauf und die wichtigsten Infos zu den Skitouren sowie die Lage der Schutzzonen übersichtlich darstellen. Über die QR-Codes gibt's alle Infos und Hintergrundstorys zu unseren 4 Schutzgütern und ihr erfahrt, warum ihr die dargestellte Schutzzone umgehen solltet.

Die Infos zur Notfallausrüstung, der Notfall APP und der Link zum Lawinenlagebericht kommen von unserem Partner der Bergrettung Tirol.

 

 

 

Beschilderung

Schutzzonen werden im Gelände nur an Stellen ausgeschildert, wo ein umittelbarer Kontakt zu einer Skitour besteht. Auch die Richtungspfeile, die ein Umgehen/Umfahren ermöglichen, werden nur sehr sparsam eingesetzt. Die Beschilderung beschränkt sich generell auf den Bereich unterhalb der Baumgrenze. Von 42 Skitouren die wir im Sellrain ausgewiesen haben, werden heuer nur 6 im Wald beschildert,  um auf Schutzzonen hinzuweisen.

Die Richtungsschilder bedeuten nicht, dass die vorgeschlagenen Routen vor Lawinen und anderen Naturgefahren gesichert sind. Diese Beurteilung liegt in der Eigenverantwortung der Skibergsteiger.

 

Juifen

St. Sigmund

Potsdamerhütte

Praxmar

Haggen

Eisbrücke

Moos

Westfalenhaus

Bergheim

Lüsens

Pforzheimer H.

PDF Downloads

  • © Land Tirol Pdf Version der Karte von Haggen mit eingezeichneten Schutzzonen.
  • © Land Tirol Pdf Version der Karte von Juifen mit eingezeichneten Schutzzonen.
  • © Land Tirol Pdf Version der Karte von Lüsens mit eingezeichneten Schutzzonen.
  • © Land Tirol Pdf Version der Karte Moos mit eingezeichneten Schutzzonen.
  • © Land Tirol Pdf Version der Karte der Pforzheimerhütte mit eingezeichneten Schutzzonen.
  • © Land Tirol Pdf Version der Karte des Praxmar mit eingezeichneten Schutzzonen.
  • © Land Tirol Pdf Version der Karte von St. Siegmund mit eingezeichneten Schutzzonen.
  • © Land Tirol Pdf Version der Karte des Westfalenhaus mit eingezeichneten Schutzzonen.
  • © Land Tirol Pdf Version der Karte Bergheim mit eingezeichneten Schutzzonen.
  • © Land Tirol Pdf Version der Karte der Eisbrücke mit eingezeichneten Schutzzonen.
  • © Land Tirol Pdf Version der Karte der Potsdamerhütte mit eingezeichneten Schutzzonen.

Der Arbeitskreis "Skitourenregion Sellrain"

Beim Tiroler Ski- und Snowboardtourenkonzept ist es uns ein besonderes Anliegen, dass alle Akteure gleichberechtigt bei allen Maßnahmen mitreden und ihre Anliegen vertreten dürfen. Im Arbeitskreis Sellrain ist uns das bisher sehr gut gelungen und wir hoffen, dass durch die Vielfalt der Akteure auch alle Interessen ausgewogen berücksichtigt wurden.

Im Arbeitskreis vertreten sind:

  • Gemeinden
  • Grundeigentümer
  • Alpenverein, lokale Tourengeher
  • Tourismusverband
  • Jäger
  • Forstbehörde
  • Naturschutz, Ruhegebiet Stubaier Alpen
  • Land Tirol

Kontakt:

Anna Koch

Land Tirol - Abteilung Waldschutz

Bürgerstr. 36, 6020 Innsbruck

info@bergwelt-miteinander.at

Tel.: +43 512 508 4609

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